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CYGNOSIC
- A DEITY IN PAIN
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Manchmal passiert es: Da taucht dann unter dem Stapel von Rezensionsexemplaren eine Band auf, die man vorher noch nie gehört, zu der es auch kein vernünftiges Presseblatt gibt und man sich erst mal im Internet kundig machen muss. Wenig gibt es über das Projekt zu erfahren: 2006 gegründet, griechisches Projekt aus Athen, bislang nur eine EP herausgebracht... nicht besonders ergiebig. Und beim Namen Cygnosic ist die orthographische Nähe zu Retrosic nicht weit – also auch die musikalische? Doch dann legt man die Platte rein und ist bass erstaunt: „A Deity In Pain“ pfeift auf sämtliche Konventionen, die das Genre zu bieten hat. Stattdessen besinnt sich Cygnosic auf alte Tugenden. Die Musik kommt äußerst düster daher, lässt aber keine Eingängigkeit vermissen. Das liegt daran, dass trotz aller Düsternis die breiten Synthieflächen einen auffangen, quasi langsam nach unten in den Hades ziehen. Vor allem „Luna Obscura“ und „Zero Tolerance“ erinnern an die guten alten Zeiten von Klinik, in der man sich nicht auf Tanzflächenkompatibilität reduzieren musste, sondern einfach das Gefühl vermitteln wollte, das einem bei der Produktion beschlich. Aber Cygnosic kann auch anders: „Neva 55“ ist ein sehr archaischer, rhythmischer Song, der sich voll und ganz auf das treibende Moment verlässt. „Auch „As Far We Can Go“ arbeitet mit starken Melodien und fetten Beats. Einziges Manko an „A Deity In pain“: Gegen Ende verliert das Album ein bisschen die klare Linie. Der Mastermind sucht noch ein bisschen nach seinem Stil. Das mag man ihm aber verzeihen, da er selbst bei seinen Experimenten immer noch mit einer Zielsicherheit arbeitet, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzuhören. Einer der wenigen vielversprechenden Neuerscheinungen. (verfasst von Nuuc) |