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JO GABRIEL
- FOOLS AND ORPHANS
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Da sitzt sie, völlig unprätentiös, vor ihrem Piano. Und dann fängt sie an zu singen – nein, sie singt nicht, sie taucht in eine andere Welt. Was Jo Gabriel, eine der vielen talentierten, aber fast übersehenen Singer-/Songwriter aus Amerika aus ihrem Klavier an warmen und entrückten Tönen herausholt, grenzt schon an ein kleines Wunder. Und dann ist da noch Jo Gabriel selber, die sich ganz der Musik hingibt und ihre Stimme mit so viel Gefühl und Emotion auflädt, wie es nur noch selten gehört wird. Dass der Vergleich mit Kate Bush, Joanna Newsom oder auch Laura Nyro da auch schnell angesetzt wird, lässt sich da nicht ausschließen. Doch Jo fühlt sich geehrt, mit solchen weiblichen Stars verglichen zu werden. Auf „Fools And Orphans“ jedenfalls, Gabriels zweiter Output auf Kalinkaland-Records, sind diese wunderbaren Traummelodien, die vielleicht noch entfernt an Chandeens grandioses Album „Echoes“ erinnern. Aber man merkt bei Jo Gabriel einfach den amerikanischen Einschlag deutlich, was durchaus nicht negativ gemeint ist. Schon „Of Love And Ether“ kommt mit unglaublich voluminösen Pianolinien, die sich perfekt mit der Stimme von Jo ergänzen. Manchmal schafft sie es, wie bei „Vacant Little Stare“, mit ihren Kieksern und stimmlichen Überschlägen eine träumerische, fast schon entrückte Atmosphäre zu schaffen. Hier stimmt einfach alles, von der ersten bis zur letzten Note. Jo Gabriel ist ganz bei sich, und das hört man. Und das ist einfach nur unbeschreiblich schön. (verfasst von Nuuc) |