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KONTRAST
- VISION UND TRADITION
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Sie sind die Sezierer der schwarzen Szene und schauen auf die Plattitüden der Schwarzkittel: Kontrast. Als ISECS konnten sie mit ihrem „Einheitsschritt“ einen wahren Evergreen schaffen, der bis heute die Gruftler auf die Tanzfläche zieht. Sie sind die Sezierer der schwarzen Szene, wie erwähnt, und das sieht man auch bei ihrem neuesten Album „Vision und Tradition“, das schon vom Cover her sehr gelungen ist. Inspiriert durch Rembrands „Dr. Tulp“ Gemälde, stehen die mittlerweile zum Quartett angewachsene Band vor einer weiblichen Leiche und öffnen den Torso – ein wunderbares Bild für die Arbeit von Kontrast. Dass sie es aber dieses Mal weniger derb zu Werke gehen, wie sie es noch auf ihren Vorgängern „Programm“ und „Industrieromantik“ praktizierten. Der Anfang macht erst einmal eine Hommage an die „80er Jahre“. Eine Aufzählung von Namen und Dingen, die in diesem Jahrzehnt ihre Blütezeit erlebten. „Durchbruch“ ist dagegen ein selbstkritischer Blick von Kontrast als eine Band, die zwar durchaus berühmt ist, aber dennoch nicht den gewünschten pekuniären Erfolg verbuchen konnten. Vor allem gegen Ende werden die Jungs sehr experimentell, was zu anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Vor allem „Nebelschwaden“, ein Hörspiel mit musikalischer Untermalung und das neunminütige „Der Prophet“ brechen völlig aus dem altbekannten Schema aus. Mit „Deutsches Land“ findet sich ein Song aus ihrem ersten Album „Programm“ wieder, das in musikalisch neuem Gewand strahlt. Es gibt wieder vieles zu entdecken und es macht wieder Spaß zu sehen, dass Kontrast ihre Musik auch als Spielweise verstehen, wenngleich die letzten Stücke einen größeren Anlauf benötigen. (verfasst von Nuuc) |