Standeg

Hallo nach Bielefeld! Wie geht’s euch?

Sven: Der vorweihnachtlichen Stimmung entsprechend …

Schon schwer im Vorweihnachtstress?

Sven: Nein. Ich mag zwar die weihnachtliche Atmosphäre, habe aber keinen Bezug zu Weihnachten. Björn: Ich lasse mich seit Jahren nicht mehr davon stressen. Das mag auch daran liegen, dass ich mit meiner Freundin den Weihnachtsgeschenkezwang abgeschafft habe.

Könnt ihr euch den Elektrauma-Lesern bitte vorstellen? Wer steckt hinter Standeg?

Sven: Standeg, das sind Zwillingsbrüder aus Bielefeld die elektronische Musik produzieren und deren erstes Album erst kürzlich erschienen ist und CD des Monats auf www.elektrauma.de war. Standeg hat eine Internet- und eine Myspace-Seite. Björn: Musikliebhaber, die Musik gerne hören und produzieren.

Wann habt ihr begonnen Musik zu machen? Gab es ein besonderes Schlüsselerlebnis?

Sven: Wir haben zu unterschiedlichen Zeiten angefangen Musik zu machen. Björn war da wesentlich schneller als ich. Ich begann im Alter von 15 Jahren mit dem Gitarrespielen. Über vier, fünf Jahre hinweg habe ich teilweise bis zu sechs Stunden täglich geübt. Musik gemacht habe ich aber nicht - nur hin und wieder mal eine Jamsession mit anderen Musikern. Ich komme auch aus einer ganz anderen Musikrichtung als Björn. Ich habe immer sehr viel von den „großen“ Gitarristen unserer Zeit gehört. Das waren für mich Joe Satriani, Paul Gilbert, Yngwie Malmsteen, George Lynch, John Scofield, Stevie Ray Vaughan, Jeff Beck und noch viele mehr. Dann kam das Angebot von haujobb für den Remix „Eye Over You“ die Gitarre einzuspielen. Und weil es so gut lief gleich noch für den darauf folgende „Freeze Frame Reality“. Das Schlüsselerlebnis für mich war aber definitiv Logic. Alles was ich mir vorstellen konnte und noch viel mehr in einer DAW (Digital Audio Workstation). Eine Herausforderung und eine Liebe, die bis heute andauert. Björn: Front242. Ganz klar. Nachdem ich 1989 den Emulator II auf deren Bühne gesehen habe, wusste ich, so was will ich auch. 1992 lernte ich dann Daniel Meier kennen und über ihn kurze Zeit später Dejan Samardzic. Dann hat es nicht mehr lange gedauert und haujobb produzierten ihre ersten Töne.

Was für eine Bedeutung hat euer Bandname?

Björn: STENDEC war die mysteriöse letzte Nachricht der „Star Dust“ die 1947 über den Anden aus ungeklärten Umständen abgestürzt ist. Bis zum Januar 2000: Zu diesem Zeitpunkt fand man am Fuße der Berge die Wrackteile und das Unglück konnte aufgeklärt werden. Nicht jedoch der Inhalt der letzten Morsesignale, die der Funker der „Star Dust“ drei Mal wiederholte "stendec". Ich habe vor Jahren eine Dokumentation darüber im Fernsehen gesehen und der Name sprang mich geradezu an. Ich wollte aber eine eigene Variante, wollte es individualisieren, so wie wir es schon damals mit dem Namen haujobb gemacht haben.

Seit ein paar Tagen ist das langersehnte Standeg Debutalbum „UltraHighTechViolet“ erhältlich. Wie fühlt ihr euch dabei euer Kind endlich auf die Hörer loslassen zu können?

Sven: Man kann auch sagen, dass nun endlich der langersehnter Wunsch von Björn und mir in Erfüllung gegangen ist noch einmal ein Album zu veröffentlichen. Und das Gefühl musikalisch wieder eine kleine Rolle spielen zu können ist auch aufregend. Es ist unglaublich, dass es schon vor der Veröffentlichung so viel Interesse an dem Album gab. Viele andere Debütalben erfahren dieses Interesse nicht. Wir hatten schlicht den Vorteil mit der Haujobb-Vergangenheit. Björn: Langersehnt? Oh man, das macht mich echt verlegen. Es ist einfach klasse, endlich wieder ein Album veröffentlichen zu dürfen und sich der Kritik zu stellen.

Wie sind die Resonanzen bisher? Seid ihr zufrieden?

Sven: Mit derart positiven Reaktionen haben wir nicht gerechnet! Von Zufriedenheit in diesem Zusammenhang zu sprechen ist aber vielleicht das falsche Wort. Wir wären auch mit dem Album zufrieden, wenn es nicht derart gut aufgenommen worden wäre. Und sicherlich kommen auch noch schlechte Rezensionen. Das würde uns auch nicht unzufrieden machen. Von daher ist „Große Freude“ über die positive Resonanz eine bessere Beschreibung. Björn: Was mich sehr begeistert, sind die persönlichen Zustimmungen. Uns unbekannte Menschen schicken E-Mails und drücken ihre Begeisterung aus. Daraus ist in zwei Fällen auch ein regelmäßiger E-Mail Kontakt entstanden und vielleicht trifft man sich dann auch mal persönlich.

Apropos zufrieden. Ist man als Künstler zufrieden nachdem der Silberling veröffentlicht wurde oder denkt man am VÖ-Tag: ich hätte bei dem einen oder anderen Stück dies und jenes doch anders machen sollen?

Sven: Ja, diese Gedanken beschleichen einen beständig. Aber nicht erst mit der Veröffentlichung, sondern schon mit der Abgabe des Albums zum Mastering. Denn da wird die Musik quasi in Stein gemeißelt. Wir sind uns aber durchaus im Klaren darüber, dass wir die Songs schon viel früher ab einem bestimmten Zeitpunkt als fertig produziert betrachtet haben. Daran denken wir zurück, wenn solche Gedanken aufkommen. Manchmal aber geht es auch in die andere Richtung: Wir fühlen uns z.B. mit RevolVex sehr wohl und fragen uns, ob uns ähnliches wieder bei einem Song passieren wird. Dieses beständige hadern mit der Frage, ob man es hätte besser machen können und die Sorge darüber, ob man auch in Zukunft derart kreativ ist, gehört wohl einfach dazu. Gute Rezensionen können daher Ansporn sein, sie können aber auch Sorgen bereiten. Es kommt auf den kreativen Blickwinkel an. Björn: An einigen Stellen im Album sind die vielen kleinen Clicks'nCuts zu leise. Das werden wir beim nächsten Album ändern.

Vielen wird beim Lesen der Tracklist sofort „Homes and Gardens“ auffallen, da der Song vom gleichnamigen Haujobb Album bekannt ist. Der Song ist hier in einer neuen Version vertreten. Wie kam es damals zur Zusammenarbeit mit Daniel Myer und wie kam es zur Entscheidung den Song heute in einer neuen Variante auf eurem Debut zu veröffentlichen?

Björn: Die Frage klingt ein wenig danach, als hätten haujobb bereits existiert, als ich dazu kam ;-) Daniel, Dejan und ich haben dieses Projekt gegründet und wir haben alle Songs gemeinsam geschrieben. "homes&gardens" war - neben "Solid State Logic" - immer mein persönlicher Favorit, und ich habe damals schon gedacht, dass dieser Song für uns das werden könnte, was „Blue Monday“ für New Order war, bzw. ist. "Homes&gardens" hat aus meiner Sicht einfach das Potenzial, immer mal wieder in einer neuen Version zu erscheinen. Außerdem fand ich unsere damaligen Mittel zu begrenzt, um dem futuristischen hitech Anspruch dieses Songs wirklich gerecht zu werden. Ich weiß nicht, ob uns das diesmal wirklich gelungen ist. Vielleicht setzen wir uns ja noch ein viertes Mal daran.

„UltraHighTechViolet“ bietet alles was man sich so wünscht. Treibende Songs wie zB „25 hours“ werden mit Sicherheit die Clubs im Sturm erobern und soundtrackartige Traumwelten wie bei „Revol Vex“ lassen den Hörer in andere Sphären gleiten. Intelligentes Futter für die Clubs und anspruchsvolles Kopfkino par excellence! „Intelligent Electro“ mit viel Abwechslung, aber dennoch wie aus einem Guss. Gibt es ein Geheimrezept? Woher nehmt ihr eure Ideen?

Sven: Vielen Dank für die Komplimente! Hört sich das Album wirklich wie aus einem Guss an? Wir haben da immer noch unsere Zweifel, weil die Songs über einen sehr langen Zeitraum entstanden sind - teilweise liegen zwischen einzelnen Songs mehr als zwei Jahre … Ein Geheimrezept gibt es nicht. Ich habe einmal in einem Interview mit einem Houseproduzenten gelesen, dass seiner Ansicht nach die meisten jungen elektronischen Musiker viel zu schnell mit ihren Kompositionen zufrieden sind, obwohl der Song noch nicht fertig ist. Wenn es also ein Geheimrezept gibt, dann dieses: Man muss einschätzen können, ob ein Song fertig ist oder nicht. Genauso muss man aber auch wissen, ab wann man dem Song zuviel Gutes antut. Björn musste hier schon das eine oder andere Mal korrigierend eingreifen. Björn: So merkwürdig es klingt, aber die Ideen nehme ich auch heute noch aus Filmen, Büchern, Musik und aus den Sounds, die ich produziere.

Der Name Standeg geistert schon seit Langem als Geheimtipp herum. Mit Beiträgen für die Dependent Samplerreihe „Septic“ wurden die Schreie nach einem Album immer lauter. Das Album ist bei Art Of Fact Records erschienen. Wie kam es zu der Wahl dieses Labels?

Sven: Wir haben das Label nicht gewählt, das Label hat uns gewählt und dafür sind wir den beiden Jungs von Art Of Fact - Jeremy und Jaceck - sehr dankbar. Schon nach unserer ersten Veröffentlichung auf dem Septic IV Sampler schrieb uns Jeremy an. Leider ging die Mail verloren. Bei unserer zweiten Veröffentlichung auf dem Septic VII Sampler hat es Jeremy nochmals versucht und die Mail erreichte uns. Anfangs waren wir skeptisch, ob ein Label in Toronto das Richtige für uns ist. Die Distanz, der Zeitunterschied, unterschiedliche Währungen und Sprachen, das sind alles Aspekte, die gegen eine Vertragsunterzeichnung sprachen. Jeremy hat aber von Anfang an keinen Zweifel daran lassen, dass er nicht an unsere Musik glaubt. Auch die Vertragsverhandlungen verliefen sehr angenehm via E-Mail. Beide boten uns viel Spielraum in vertraglicher Sicht und in kreativer Hinsicht gab es nur Hilfestellungen, aber keine Vorschriften.

Aufgrund der Genialität von „UltraHighTechViolet“ hätte ich persönlich gedacht, dass das Werk auf einem der großen, renommierten deutschen Labels erscheinen wird. War das Interesse der Plattenfirmen hier nicht so groß?

Sven: Man könnte in der Tat sagen, dass das Interesse nicht so groß war. Tatsächlich aber bestand überhaupt kein Interesse. Björn: Wir haben nicht EINE Reaktion auf unsere Demos erhalten, wir waren aber auch nicht besonders hartnäckig. Ich glaube, da muss man auch ein wenig frecher sein. Die Leute mit Anrufen und Mails bombardieren oder vielleicht auch mal einen gebrauchten Slip schicken, damit man Aufmerksamkeit erregt.

Oder ist vielleicht angedacht die CD für ein europäisches Label lizenzieren zu lassen um hier einen großen Bekanntheitsgrad zu erreichen, den ihr verdient habt!?

Sven: Unser Label hat auf derartige Anfragen bisher keine Antworten erhalten. Das könnte sich (natürlich) mit zunehmendem Bekanntheitsgrad ändern. Es wäre für uns sicherlich schön auch in Europa mit einem Label vertreten zu sein. Bisher aber leisten Art Of Fact sehr gute Arbeit, so dass wir das Thema auch noch nicht weiter verfolgt haben.

Das Album trägt den Namen „UltraHighTechViolet“. Was drückt für euch der Titel aus?

Sven: Der Titel soll einen Hinweis auf die Musik geben, die den Hörer erwartet. So war zumindest unsere Vorstellung bei der Namensgebung. Den Titel mit der Musik in Einklang zu bringen, ist aber die Aufgabe des Hörers, unsere Arbeit ist getan. Björn: Tatsächlich fiel der Begriff, als wir vor etlichen Jahren unser erstes Demo produzierten und wir mit dem Designer des Covers, ein guter Bekannter von uns, über die Farbgestaltung sprachen. Da viel der Satz "mir gefällt dieses ultra hitech Violet auf dem Cover". Sven: Erwähnenswert ist noch, dass der Titel keine Anspielung auf den Film „Ultraviolet“ ist. Für Filmliebhaber nicht gerade ein Muss.

Welche Themen werden behandelt und liegen euch auf dem Album besonders am Herzen?

Sven: Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Wir haben kein Mitteilungsbedürfnis. Wir möchten unsere Musik mitteilen, das ist es aber auch schon. Wir wollen keine Missstände aufdecken, haben keine politischen Ambitionen und wollen auch keine Lebensalternativen aufzeigen. Das können andere Bands viel besser als wir. Uns geht es ausschließlich um die Musik und darum, dass jeder einzelne die Freiheit hat, dass für ihn Wesentliche aus unseren Texten und der Musik herauszufiltern. Björn: Es sind ja auch eher Fragmente, ob aus dem Text oder aus einem Zitat Sample, die etwas im Kopf in Gang setzen können. Solche Momente finde ich spannend. Ich halte mich für einen politischen Menschen und bin geradezu ein Nachrichten-Junky. Aber wer sich informieren möchte, der sollte doch lieber z.B. SPON anklicken.

Euer Werk zeichnet sich durch eine superprofessionelle Produktion, einen hohen Grad an Abwechslung, tollen Kompositionen, einer sehr packenden Atmosphäre und einem großen Wiedererkennungswert aus. Mit „UltraHighTechViolet“ ist euch meiner Meinung nach eines der besten Alben des Jahres 2008 gelungen! Wie lange haben die Arbeiten an der CD gedauert und was war euch beim Tüfteln besonders wichtig?

Sven: Und auch hier wieder vielen Dank für die Komplimente! Alles in Allem saßen wir über drei Jahre an dem Album. Dies ist aber sicher auch dem Umstand geschuldet, dass wir uns erst mal orientieren mussten. Es gab z.B. Überlegungen in welche Richtung wir musikalisch gehen wollen; ob wir uns ein gemeinsames Studio aufbauen, oder jedem eine Möglichkeit zum Arbeiten schaffen. Die auf UltraHighTech veröffentlichten Songs sind letztlich die Quintessenz aus insgesamt 60 nahezu fertig produzierten Songs. Das wird beim zweiten Album sicherlich anders sein, weil wir hier schon wesentlich zielgerichteter arbeiten konnten und noch arbeiten werden. Björn: ... wir saßen viel zu lange daran. Sven verschweigt, dass wir bereits 2000 wieder anfingen Musik zu produzieren. Damals noch mit einem dritten Mann. Es hat lange gebraucht bis wir erkannten, dass unsere Ziele unterschiedliche Richtungen hatten. Als wir uns trennten mussten wir praktisch wieder bei Null anfangen. Trotzdem: Es war eine großartige Zeit.

Wie entstehen bei euch Songs? Habt ihr Beiden eine Arbeitsteilung oder macht jeder von euch Alles?

Sven: Es gibt keine spezielle Herangehensweise. Es wäre schön, wenn es sie gäbe. Manchmal reicht nur ein Sound um die Kreativität anzuregen. Beim anderen Mal braucht es mühsames komponieren von vier Minuten Musik, von der anschließend nur noch zehn Sekunden verwendet werden, weil diese zehn Sekunden den Weg in den Sampler gefunden haben und bearbeitet gutes Soundfutter bieten für etwas ganz neues. Songs können ebenfalls als Idee im Kopf entstehen, was auch in der elektronischen Musik fantastisch funktioniert. Dann werden Soundsets im Sampler zusammengestellt, die passenden Synths geladen und der Rest geht wie von selbst. Das ist aber eher die Ausnahme, die uns z.B. mit „Teaser One“ gelungen ist. Björn: Ganz klar, der bessere Musiker von uns beiden ist Sven. Ich versuche die Soundvielfalt zu erhöhen, die Strukturen ein wenig komplexer zu gestalten und ein wenig Ordnung zu bringen, wenn die "normalen" Songs wieder zu komplex werden.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben bzw. wie würde eine von euch geschriebene Presseinfo zum Album aussehen? :)

Sven: Ich glaube wir würden das Label bitten einen Pressetext zu schreiben. Aber wir haben Glück, das ist schon geschehen. Wir selbst würden uns damit sehr schwer tun. Björn: Ich war mit dem Pressetext von Art Of Fact sehr zufrieden. Sven: Ja, ich auch. Wir würden also den Pressetext abschreiben …

Was hört ihr privat für Musik? Was waren eure letzten 5 gekauften CDs?

Björn: Sehr viel, sehr unterschiedlich und seit über zehn Jahren fast kein EBM mehr. Meine letzten fünf CDs waren: - die aktuelle Apparat - die beiden Trentemoller Alben - die aktuelle Snow Patrol - die aktuelle Sigur Ros - The Dark Night OST (der ist fast so grandios wie der erste "Batman Begins OST") Meine All-Time-Favourites sind "Massive Attack" und "Archive" und das letzte Konzert das ich gesehen habe war "Peter Fox". Du siehst, es ist schon ein wenig gestreut. Ich kaufe auch gerne bei iTunes ein. Vor dem Rechner sitzen, nach Musik stöbern und shoppen. Super! Was mir in den letzten Jahren aber aus der Szene gefallen hat, sind "Seabound", "Mind In A Box" und "Edge of Dawn". Stefan von Dependent wusste schon gute Musik heraus zu bringen. Sven: Ergänzen kann möchte ich noch das letzte Album von Recoil „Subhuman“. Unglaublich gut und sauber produziert und gemastert. Für mich sind die musikalischen und technischen Fähigkeiten von Alan Wilder ein Vorbild.

Sind die Arbeiten am Nachfolgewerk bereits voll im Gange?

Sven: Ja. Einige Songs sind schon fertig und andere sind so gut wie fertig. Es wird auch wieder ein sehr langes Instrumentalstück geben. Damit verraten wir wohl nicht zu viel. Lange Instrumentalstücke wird man in Zukunft von uns erwarten dürfen. Björn: ... denn die machen uns am meisten Spaß zu komponieren. Hunderte von Samples die man einbringen kann, dutzende von aufwendig editierten kleinen Schnipseln, sich in der Länge einfach austoben und dem Film im Kopf seinen Lauf lassen.

Was kann man in naher Zukunft von euch erwarten? Wird es demnächst Standeg Liveauftritte zu sehen geben?

Sven: Liveauftritte wird es wohl nicht geben, ganz sicher aber wird es keine Tour geben. Wir tun uns sehr schwer mit dem Gedanken live aufzutreten. Wir beide sind ja schon mit Haujobb auf Tour gewesen und das war sicherlich eine Erfahrung. Aber mit Standeg sind keine Konzertauftritte geplant. Remixaufträge nehmen wir aber jederzeit gerne an. Wir haben erst kürzlich einen Remix für Talk Radio Talk erstellt. Die Jungs machen Emotional Hardcore und sind große klasse. Zu hören gibt es dem Remix auf unserer Myspaceseite.

Wie verbringt Standeg Weihnachten? :)

Björn: In Bielefeld. Am frühen Abend mit der Familie, am späten mit Freunden unterwegs.

Was wünscht ihr euch für das neue Jahr, 2009?

Sven: Ein zweites Standeg Album.

Ich bedanke mich recht herzlich für das sehr interessante Interview und wünsche euch sehr viel Erfolg mit „UltraHighTechViolet“! Das Album hat das Zeug zum Klassiker! Die letzten Worte gehören euch:

Musik hat immer einen Wert, egal wer sie produziert hat und wie erfolgreich sie ist. Jeder Musikkonsument sollte diesen Wert schätzen indem er seine Musik kauft. Damit werden nicht nur die Musiker unterstützt, sondern auch die Labels. Ohne Labels würde es keine Vorauswahl geben und wir hätten ein unüberschaubares Angebot an Veröffentlichungen. Aber die Labels tun noch viel mehr als nur ein Album zu veröffentlichen. Sie sorgen auch dafür, dass die Musik da ankommt wo sie hingehört: bei den Fans. Vielen Dank für das Interesse an diesem Interview. Wir freuen uns über jede Mail, Frage, Kritik und Reaktion zu unserer Musik! Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!



Homepage Band: Standeg
Homepage Label: Art Of Fact Records

(Interview geführt von Andi)

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