![]() |
Gleich mal zu Anfang die wichtigsten zwei Fragen. Erstens: Glaubt ihr an Ausserirdische?
...und Zweitens: Was sind eure Lieblings Sci-Fi-Serien?
Spif: Ob ich an Ausserirdische glaube, haengt von meiner Tagesform ab. Deswegen sind meine Lieblings Sci-Fi Serien, die mit Ausserirdischen : Babylon 5, Deep Space Nine, manchmal finde ich die Serien gut, in denen es eben keine gibt wie Firefly und Battlestar Galactica. Stefan: Ja in der Tat glaube ich an Ausserirdische, ob Sie allerdings in fliegenden Untertassen herumschwirren, sei dahingestellt. Meine Lieblings Sci-Fi Serie ist Futurama ansonsten stehe ich eher auf den alten Kram wie Mondbasis Alpha 1 und Die Maedchen aus dem Weltraum. So, und jetzt stellt euch mal vor. Wer steht hinter Suicide Booth? Stefan: Suicide Booth besteht aus Spif und eben meiner Wenigkeit. Hinzu kommen noch bei einigen Lieder Gastsaenger und Saengerinnen wie Florian Wagner (Mad Scientist) und Ruediger Knapp (Rendezvous). Spif ist mit seiner jahrelangen Erfahrung als Musiker mein idealer Partner in Crime. Er ist einer der wenigen, die es schaffen Bilder und Visionen , die man im Kopf hat in Musik zu uebertragen. Spif: Stefan hat die groesste Plattensammlung, die ich je gesehen habe (alles Vinyl). Er hat das umfassendste Fachwissen ueber elektronische Musik, dass man nur haben kann und somit stammen die Visionen wohin uns die musikalische Reise faehrt von Ihm. Ich finde er ist der ideale Produzent fuer alles was mit Synthpop zu tun hat. Ausserdem ist er der unglaublichste Filmfreak den ich jemals getroffen habe. Er hat Filme gesehen, von denen ich noch nichtmal gehoert habe. Euer erstes Album Terror From The Sky ist eine wunderbare Hommage an den alten Disco-Synthiepop der 80er und gleichzeitig ein tongewordenes kultiges Weltraumabenteuer wie in beruehmt-beruechtigen B-Movies von Ed Wood oder dergleichen. Wie kam es zu dieser Idee? Stefan: Ehrlich gesagt hat sich das so ergeben. Da steckte anfangs keine Absicht dahinter. Mittlerweile ist es zu unserem Modus Operandi geworden : Spif:; Man nehme einen alten B-Movie (bzw. auch einen imaginaeren) als Inspirationsquelle. Dann fuege man das richtige Tempo (Tagesform abhaengig :)), Beats und Bassline hinzu und hat eine Grundlage. Anspruchsvoll wird es bei der richtigen Melodie (die sich zum Teil aus dem Text ergibt), Harmonien und Akkorde folgen der Melodie. Stefan: Last but not least kommen die Sounds, die einzeln in Handarbeit angefertigt werden. Nichts verlaesst unbehandelt unser Studio. Presetsounds sind fuer uns ein Tabu. Auf welchem Planeten habt ihr euch beide kennen gelernt :)? Spif: Planet Nerodom in Muenchen, als wir zusammen bei Wave Total aufgelegt haben. Eurem Sound hoert man deutlich an, dass er nicht auf den neuesten Instrumenten gemacht wurde. Wo habt ihr die alten Synthies ausgegraben? Stefan: Es gibt bei uns keine echten alten Synthies. , die meisten Sounds die wir benutzen enstammen der sogenannten Arturia Collection fuer Logic-Audio. Fuer die Vocoder Sounds haben wir allerdings echte Synthies wie der Korg Radias oder Micro Korg. Ich bin als analoger Synthfreak selbst voellig erstaunt, wie autentisch diese Emulationen klingen. Erstmals habt ihr auf euch aufmerksam gemacht mit der Aura E.P. Wie waren damals die Reaktionen? Spif: Total ueberaschend. Was als experimentelles Freizeitprojekt begann, loeste so viele durchwegs positive Reaktionen aus. Anscheinend tun wir da etwas, was Vielen gefaellt. Wie gespannt seid ihr mit der Veroeffentlichung eures Albums? Habt ihr gewisse Erwartungen, was die Akzeptanz der Scheibe anbelangt? Stefan: Im Moment sind alle Erwartungen erfuellt: Die Reviews sind toll und die DACs haben wir auch erreicht :). Spif: Unsere Erwartungen konzentrieren sich momentan bereits auf die neuen Songs, an denen wir gerade sitzen. Auf der CD sind auch zwei Stuecke mit deutschen Texten. Wie hat sich das ergeben? Spif: Manchmal klingt deutsch einfach besser als englisch. So why not? Besonders Mars erinnert mich stark an so kindliche Stuecke wie Fred vom Jupiter. Haben euch solche Songs bzw. diese ganze Aera auch beeinflusst? Stefan: Klar, bei mir waren es in der Kindheit gerade Stuecke wie Fred vom Jupiter und Trios DA DA DA, die meinen Sinn fuers elektronische praegten. Spif: Ohne diese Aera gaebe es uns ja nicht. Wir betrachten die 80er durchs Fernrohr und holen sie mit unserer Zeitmaschine in unser Labor, wo wir sie analysieren, extrahieren und neu zusammensetzen. Was verrueckte Wissenschaftler mit Leichenteile halt so anstellen ;-). Euer geschmeidiger Synthiesound steht ja im krassen Gegensatz zu den aktuellen Stroemungen in den schwarzen Clubs, wo es ja immer lauter, schneller, haerter sein muss. Habt ihr da ueberhaupt eine Chance, mitzumischen? Wollt ihr das ueberhaupt? Stefan: Das ist eins meiner Lieblingsthemen: Genau deswegen ist es jetzt an der Zeit der aktuellen Stroemung entgegen zu schwimmen und damit einen alternatives Soundangebot hinzustellen. Mit unserem Sound fallen wir in den Clubs mehr auf, als wenn wir versuchen wuerden Combichrist pt.2 zu machen. Was wir uebrigens nicht wollen. Wir haetten da auch keinen Spass daran. Da gibt es andere die das besser koennen. Die Rechnung scheint auch aufzugehen, ausserdem werden sich die Leute an den brachialen Industrial EBM Gerummse irgendwann mal satthoehren. Spif: Wir machen das was wir koennen und wollen. Eure Musik schreit ja gerade nach einer Liveumsetzung. Wird es diese auch geben? Spif: Gab es bereits schon, da wird noch mehr kommen. Die aktuellen Infos gibt es auf unserer Myspace Seite: www.myspace.com/suicideboothmusic Wie sehen ohnehin eure Zukunftsplaene aus? Bleibt Suicide Booth dem Weltraum und den gruenen Monstern treu oder koennte ein zweites Album ganz anders ausfallen? Stefan: Da kann ich guten Gewissens sagen, dass wir uns treu bleiben werden. Die ersten Lieder sind schon in der Mache: There´s no place to hide on planet suicide Vielen Dank fuer das Interview und weiterhin viel Erfolg!
(Interview geführt von Nuuc) |
![]() |